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8H sind eigentlich in einer Endurance Series noch sehr Human. Aber das in der "kurzen" Zeit auch viel passieren kann, steht außer Frage.

Das gesamte Team, egal ob LMP, Academy oder der bis dato perfekt funktionierende BMW war in England von der nicht enden wollenden "Seuche" betroffen.
Es kann keine Ausrede geben, außer der Tatsache, das Deutschland noch immer ein 3. Welt Land bezüglich Internet ist.
Auch unser Pilot aus den Niederlanden war betroffen. Das LMP Team musste kurzfristig wegen Arbeiten an der Leitung absagen, das Academy Team kämpft seit geraumer Zeit ebenfalls mit der nötigen Verbindung und so musste irgendwie das BMW Team Ihre Leistung aus Suzuka bestätigen.

Geplant waren für das BMW Team Brian Smeets und Jörn Dette. Doch Brian musste wegen den besagten Leitungsarbeiten absagen und so übernahm erst wenige Tage vor dem Main Event Markus Müller die Aufgabe Silverstone.

Aber das Wochenende hatte noch mehr zu bieten.

Da Markus kurzfristig ins Programm kam, musste das Setup nocheinmal notdürftig angepasst werden. Das sollte sich später Rächen.

Die Qualifikation und den Rennstart übernahm Jörn Dette, beinahe wäre er hinter dem Academy Team gestartet, aber in der letzt Gezeiteten Runde, konnte er sich noch auf Platz 10 in der GT Klasse Retten. Daran merkte man, das die Vorbereitungen auf das Event schon selbst, ein einziges Chaos war.

Der Start und die Anfangsphase verlief relativ gesittet. Aber England wäre nicht England, wenn es nicht auch Regnen würde.

Und genau dies passierte, trotz nur geringer Regenintensität, musste man Irgendwann auf Regenreifen wechseln. Das Set war zu dem nicht auf Regen getestet worden, womit sich die Fahrer auch schwer taten.

In dieser Regenphase, kam es dann auch zur ersten Entscheidenden Katastrophe. Nach einigen Problemen und fehlgeschlagenen Zweikämpfen, kam es zu einer unfreiwilligen Berührung und einem heftigen Abflug. Das Heck des BMW war ein kompletter Totalschaden. Das Heck des BWM kam ins Trudeln, da man versuchte, zu Zweit auf die Start Ziel einzubiegen. Neben der Ideal Linie ist dies aber schwer möglich.
Durch das Schlingern, kam Dette zu früh und leicht zu Steil wieder auf die Strecke und das Heck wurde von nebenher Fahrenden Kontrahenten getroffen. Im Regen und mit rund 150 - 200 Km/h abzufliegen, da ist das Ergebnis mehr als klar.

Etliche Wartezeit an der Box, das der Fahrerwechsel vorbereitet werden kann, dazu eine ewig dauernde Reparaturzeit resultierten in einem immensen Runden Rückstand.

Das Team beißte sich aber durch. Markus versuchte das beste aus dem Auto heraus zu holen, mit der Beschädigung aber nicht so einfach.

Nach rund 90 Minuten, musste Markus das Fahrzeug wieder abgeben, da der BMW nach einigen Berührungen durch Überrundungen seitens der LMP, doch wieder vermehrt Probleme machte.

So saß Dette wieder am Steuer. 3 Stunden waren bis dahin ca. Vergangen.

Wir machen es ab hier dann Kurz.

Dette fuhr die restlichen 5 Stunden alleine. Technische Probleme sorgten dafür, das ein Fahrerwechsel nicht mehr statt finden konnte.
Trotz unzähliger versuche und vielen unnötigen Boxenstopps, sowie erneuten Verlusten von Runden, entschied man sich das Rennen so zuende zu fahren, egal wie viel Prozent Markus am ende in der Wertung zugeschrieben bekommt.

P1 führt nämlich eine Mindestfahrzeit für die Teilnehmenden Fahrer. Das Problem mit dem Fahrerwechsel wurde daher der Reko mitgeteilt. So dass hier eine Ausnahmeregelung im Bedarfsfall "eingeklagt" hätte werden können.

Das Academy Team war zu diesem Zeitpunkt schon wegen Internetproblemen ausgeschieden. Der BMW war das letzte Auto von Drace auf der Strecke und war auch zwischenzeitlich mal letzter in der GTE Klasse.

Am ende kam der BMW in seiner Klasse weit unter Wert geschlagen, auf einem 18. Rank ins Ziel.

Am Sonntag nach dem Lauf setzten sich einige Fahrer des Teams zusammen, sprachen über die Probleme und es war eine Mischung aus Frust, Enttäuschung und Wut. Man musste erkennen, das insbesondere im LMP Team die Motivation im Keller ist, lediglich Mark Weiler versucht hier noch die Chancen aufrecht zu erhalten, denn vom Speed wäre das Team locker bei der Musik, Suzuka bewies das deutlich.

Dette stellte auch klar, das man sich davon nicht unterkriegen lassen sollte. Allerdings spielt man tatsächlich so langsam mit dem Gedanken, einen Wechsel in den Raum zu stellen. Was für ein Wechsel das sein soll und wann, blieb unbeantwortet.

Die 3. Welt das Deutsche Internet. Entwicklungen bei rFactor 2 die mehr und mehr für Probleme sorgen, all das sorgt im Team für ein massiven Motivationsabbau.

Spätestens nach Saisonende der LMS, wird sich das Team zusammensetzen und die Zukunft besprechen, das wurde nach dem Rennen in Silverstone klar.

Als nächstes geht es nun auf einen "geheiligten Boden" für Dette. Mit Palm Springs steht der erste kurze Kurs auf dem Programm. Auf dem Oval von Homestead besser gesagt auf der Road Course Variante, geht es dann in das erste 6 Stunden Rennen der Saison.




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